Was ist Kinesiologie?

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Die Kinesiologie ist alternativmedizinisches Therapieverfahren, die Theorie beruht auf der Annahme, dass sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren. Zentrales Werkzeug der Kinesiologie zur Lokalisierung solcher Störungen ist der sogenannte „kinesiologische Muskeltest“.

In der Kinesiologie werden Begriffe und Lehren aus der Meridian- und der Elementen-lehre verwendet. So wird beispielsweise der Begriff Energie in Anlehnung an das taoistische Qi im Sinne von „Lebensenergie“ benutzt. Die Kinesiologie sieht sich selbst als eine Methode, die den Menschen in seiner „Ganzheitlichkeit“ wahrnehmen soll, das heißt, dass Befunde nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit emotionalen und mentalen Einflüssen und Abhängigkeiten betrachtet werden sollen. Aus der originären Applied Kinesiology wurde vor allem die Behandlung von Reflexen wie die „Neurolymphatischen Reflexpunkte“ des Osteopathen Chapman und die sogenannten „Neurovaskulären Reflexpunkte“ des Chiropraktors Bennett in das „Touch for Health“ beziehungsweise die „Angewandte Kinesiologie“ integriert.

Das Konzept der Kinesiologie ist mit anerkannten naturwissenschaftlichen und medizinischen Kenntnissen nicht vereinbar. Ein Nachweis der diagnostischen Validität und Wirksamkeit der Kinesiologie gelang bisher nicht; er gilt als unwahrscheinlich.

Der kinesiologische Muskeltest.

Zur Lokalisierung von Störungen wird in der Kinesiologie ein sogenannter Muskeltest eingesetzt, durch den Ungleichgewichte und Dysfunktionen von Substanzen, Informatio-nen, Emotionen und Therapien festgestellt werden sollen. Der Muskeltest diene daher als Biofeedback des System“.

Da ein Muskel auf Stress mit einem Nachgeben reagiere und diese kurze Erstreaktion des Muskels vom autonomen Nervensystem gesteuert werd. Je nach Kinesiologie-Richtung dienen ein oder mehrere Muskeln als „Indikator-Muskeln“ (Anzeige-Muskeln). Der Klient wird mit der zu testenden Substanz, Information oder Emotion konfrontiert, und der Muskeltest wird unmittelbar durchgeführt. Ist zum Beispiel der Armmuskel Deltamuskel der Indikator-Muskel, übt der Kinesiologe für einen Moment einen bestimmten Druck auf den ausgestreckten Arm des Klienten aus. Entweder bleibt der Arm im kinesiologischen Sinne stark und „eingerastet“ oder er wird für einen Moment weich und nachgiebig. Die jewei-lige Muskelreaktion ergibt so eine „Antwort“ auf die vorher festgelegte Fragestellung. In der Regel wird dem Klienten vorher erklärt, was eine starke oder schwache Muskelreak-tion bedeuten soll. Für den kinesiologischen Muskeltest können nur binäre Fragestellun-gen genutzt werden, also „ja/nein“ oder „stark/schwach“ oder „schädlich/unschädlich“ und so weiter.

In der Regel bleibt die Interpretation der vom Kinesiologen gefühlten Muskelanspan-nung des Probanden dem Untersucher und seiner Erfahrung überlassen. Die unterschied-liche Muskelanspannung auf Seiten des Klienten kann so deutlich ausfallen, dass diese von ihm selbst bemerkt wird.

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